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Mountainbike-Weltmeisterschaft in Cairns: Das sind die neuen Weltmeister

Bikes, Facts und die neuen Weltmeister: Das musst du über die Mountainbike Weltmeisterschaft in Cairns wissen!

Ob Downhill oder Cross-Country: 2017 wurden die besten Biker der Welt im Dschungel von Australien gesucht. Lies hier alle Infos rund um das Event.

Livestreams

Rennen verpasst? Hier kannst du die Races on-demand anschauen:

Cross-Country Rennen: gehts zum Stream
Downhill: Hier gehts zum Stream!


Die Rennberichte

So liefen die Rennen im Dschungel von Cairns

Das Rennen Herren-Elite

Titelverteidiger Schurter zeigt einen guten Start und sortiert sich gleich vorne ein, nur Maxime Marotte (FRA) ist schneller. Nach dem Startloop ist auch Jaroslav Kulhavy an der Spitze mit dabei und setzt sich zur ersten Runde im Gelände gemeinsam mit Henrique Avancini (Brasilien) an die Spitze. Topfavorit Schurter ist zu diesem Zeitpunkt auf Position 3 unterwegs, Manuel Fumic als bester Deutscher auf 7. Die Fahrer haben es mit tropischen Temperaturen um 28 Grad zu tun, was ihnen körperlich viel abverlangt. Der großgewachsene Jaroslav Kulhavy führt das Rennen in der ersten Runde vor Olympiasieger Nino Schurter an. Sie werden von den beiden Cannondale-Bikern Avancini und Marotte verfolgt. In der zweiten Runde schiebt sich Fumic auf Platz 5, während vorne weiterhin Kulhavy und Schurter das Tempo bestimmen. Ende der Runde gesellt sich Thomas Litscher (Schweiz) zu dem Führungstrio hinzu. Schurter und Kulhavy drosseln nach etwa der Hälfte des Rennens das Tempo, sodass Litscher und Avancini wieder aufschließen können. Gemeinsam geht das Quintett in die vierte Runde. Danach kommt Avancini und setzt sich an die Spitze und macht Tempo. Nächster Führungswechsel: Nach 40 Minuten fasst sich Litscher ein Herz und führt gemeinsam mit Schurter, Avancini verliert wieder ein wenig und verfolgt die Schweizer gemeinsam mit Kulhavy. Auch der Defektteufel schlägt wieder zu: Bei Jordan Sarrou bricht die Sattelstütze, sodass der Franzose ohne Sitzgelegenheit in die Techzone fahren muss. Vorne macht weiterhin Schurter das Rennen, gemeinsam mit seinem Landsmann Litscher. Weiterhin in Sichtweite: Jaroslav Kulhavy, Olympiasieger von London 2012. Taktisch wird es an der Spitze des Feldes immer wilder: Schurter, Litscher und Kulhavy kämpfen um jeden Meter und wechseln sich bei der Führung ab. Litscher in der vorletzten Runde langsam Probleme das hohe Tempo der beiden Olympiasieger mitzugehen. Es wird spannend im Dschungel. Wir schreiben Rennminute 1:13 als Anton Cooper im Streckenteil Jacob’s Ladder stürzt und sein Sattel bricht. Damit sind die Aussichten auf ein Top Ten Resultat für den Neuseeländer Geschichte. In der letzten Runde zeigen die Führenden was noch im Tank der Motoren steckt – das Tempo wird verschärft. Mit nur wenig Rückstand auf Platz 5 unterwegs: Manuel Fumic. Mitte der vorletzten Runde macht Nino Schurter dann Ernst: Er fährt eine Lücke von 2 Sekunden gegenüber Litscher und Kulhavy heraus, die er nach einem Downhill auf 5 Sekunden vergrößern kann. Der Abstand wird größer: Schurter fliegt zu seinem dritten Weltmeistertitel. Jaroslav Kulhavy wird Zweiter vor Thomas Litscher. Manuel Fumic wird starker Fünfter.

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Das Rennen: Damen Elite

Direkt nach dem Start ist es die Schweiz, die Tempo macht. Linda Indergand, Katrin Stirnemann und Jolanda Neff setzten sich im Startloop gemeinsam an die Spitze im Dschungel von Australien. Direkt dahinter: Team Kanada mit Catharine Pendel und Emily Batty. Nach Runde eins liegt Helen Grobert als beste Deutsche auf Platz 5. In der ersten Runde längt sich das Feld: Jolanda Neff drückt aufs Gaspedal, nur Annie Last (GB) kann ihr folgen, dahinter die Russin Irina Kalentyeva. Mitfavoritin Linda Indergand stürzt mit ihrem Focus Fully und muss erstmal eine Pause in der Techzone einlegen. In Runde zwei zeigt Annie Last ihr Können und zieht an Neff vorbei – Topfavoritin Yana Belomoina geht aus dem Rennen. Derweil ist Pauline Ferrand-Prevot aus Frankreich auf den vierten Rang gerückt. In Runde zwei stürzt Sabine Spitz und verdreht sich den Lenker, begräbt dabei die Chancen auf Edelmetall. Für die deutsche Hoffnung Grobert geht es ein wenig rückwärts im Rennen: In Runde 2 wird sie auf Platz 11 gelistet. Derweil machen weiterhin Jolanda Neff, Annie Last und Kalentyeva vorne bei warmen 24 Grad das Rennen, Prevot gesellt sich langsam zur Führungsgruppe dazu – und handelt sich im Rockgarden einen Plattfuß ein! Auch Kalentyeva holt sich einen Plattfuß, was die Karten im Kampf um die Plätze 3,4 und 5 neu mischt. Danach diktiert Jolanda Neff das Rennen sichert sich mit einem Vorsprung von mehr als zwei Minuten nach 6 Runden plus Startloop vor Annie Last den Weltmeistertitel. Bronze geht an Pauline Ferrand Prevot.

Die neue Weltmeisterin: Jolanda Neff

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Das Rennen: Downhill-Herren

Zum Start setzt Downhill-Legende Sam Hill ein Ausrufezeichen. Der Australier fährt Bestzeit mit einem Enduro-Bike: 3:06,808. Josua Barth hält die Deutsche Fahne hoch: Im Ziel reicht es leider nicht für den Hotseat. Johannes Fischbach hat Pech: Im Rockgarden pellt er sich den Reifen von der Felge. Schade! Gee Atherton lenkt sich auf Platz 2, ist mit seinem Downhillbike aber auf der tretlastigen Strecke in Cairns langsamer als Sam Hill mit seinem Endurobike. Mick Hannah ist als nächster Dran: In seinem „Wohnzimmer“ fährt er Allout und unterbietet die Bestzeit von Sam Hill um 5 Sekunden und sitzt lange im Hotseat ganz oben. Loic Bruni zeigt einen schnellen Run mit alternativen Linien und setzt sich knapp vor Mick Hannah. Damit ist der Traum vom Heimsieg für den Australier geplatzt. Greg Minaar aus Südafrika handelt sich bei seiner 20. Weltmeisterschaft einen Plattfuß ein. Für Worldcup-Gesamtsieger Aaron Gwin reicht es für den Hotseat: Der Mann aus Kalifornien kommt auf den dritten Platz. Danny Hart kann derweil seinen Weltmeister-Titel nicht verteidigen. Der Brite landet auf 15. Nun kann nur noch Troy Brosnan dem Führenden Loic Bruni in die Suppe spucken. Sein Run ist sauber, letztendlich reicht es für den Australier aber nicht - er kommt auf Platz 5. Loic Bruni ist neuer Weltmeister vor Michael Hannah und Aaron Gwin.

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Das Rennen: Downhill-Damen

Bei der WM in Cairns liefern die Favoritinnen NICHT: Mitfavoritin Tahnée Seagrave mit Startnummer 4. Kommt in einer Wurzelpassage zu Fall. Tracey Hannah stürzt in einer Highspeed-Section und muss früh ihre Träume zum Sieg bei der Heim-Weltmeisterschaft begraben. Trotzdem reicht ihre Zeit noch für Platz zwei. Es ist Französin Myriam Nicole, die sich jetzt noch das WM-Jersey sichern kann. Sie patzt und kommt nur auf Platz 18. Underdog Miranda Miller aus Kanada sichert sich den Titel mit fast 2 Sekunden Vorsprung auf Tracey Hannah.

Die heißesten Bikes der Profis

Eine Weltmeisterschaft ist das größte Events für Sportler, aber auch die Sponsoren der Fahrer fiebern auf das Großevent hin. Logisch, dass es speziell für das Jahreshighlight Sonderlackierungen für die WM-Bikes gibt. Wir haben uns die drei heißesten Bikes der Sportler herausgepickt.

Kate Courtney - Specialized Racing - USA

Pink, Pink, Pink! Die Lieblingsfarbe der U23-Worldcup-Gesamtsiegerin sollte klar sein. Kate setzt auf das nagelneue Specialized S-Works Epic. Ihr Mechaniker Brad Copeland hat das Bike zum Strand ausgeführt und ein Foto gepostet. Heiß, oder?

Du willst mehr über das Specialized S-Works Epic erfahren? Hier geht es zum Testbericht

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Helen Grobert - Cannondale Factory Racing - GER

Schwarz. Rot. Gold. Natürlich gehört dieses Bike der deutschen Vizemeisterin, Helen Grobert. Das Cannondale F-Si wurde extra für die WM im Landesdesign lackiert. Groberts Teamkollege Manuel Fumic darf ein Bike im ähnlichen Design steuern. Fesch!
Wir haben das Cannondale F-Si bereits getestet. Hier findest du mehr Informationen

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Nino Schurter - Scott SRAM Racing - SUI

Mission Titelverteidigung: Natürlich bekommt Nino Schurter für die WM ein neues Bike - mit speziellem Paintjob. Er zeigt sich angriffslustig: Passend zum wohl giftigsten und gefährlichsten Kontinent der Welt - Australien, wo die WM ja stattfindet, ist sein Rahmen im Kroko-Optik verziert. Die Titelverteidigung ist ihm geglückt: Zum dritten Mal in Folge.

Wir haben sein Bike bereits getestet. Mehr Infos zum Scott Spark SL findest du hier

Noch mehr Profi-Bikes in der Fotostrecke

Die Strecke

Downhill:
Der Downhill-Track in Cairns hat es in sich: Viele Tretpassagen warten auf die Fahrer, außerdem müssen sie ein fieses Steinfeld passieren. Plattfußgefahr! Insgesamt überwinden die Biker 300 Tiefenmeter auf knapp 2 Kilometern.

Cross-Country:
Ein technisch anspruchsvoller Kurs wartet auf die XC-Biker. 4,31 km lang ist der Rundkurs, zirka 200 Höhenmeter warten auf die Fahrer pro Runde. Kostprobe gefällig? Dann check das Video und geh mit Ausnahmetalent Simon Andreassen auf die Strecke im Jungle von Cairns!



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