MTB-Worldcup: Neues Format und mehr Preisgeld

Worldcup 2018 neues Rennformat
Foto: Scott SRAM / Armin Küstenbrück

Der Mountainbike Worldcup erhält demnächst ein neues Rennformat. Neben Shortrace (XCC) erhalten Sportler demnächst mehr Siegprämien.

Zuschauer und Fans des MTB-Worldcups dürfen sich demnächst auf mehr Action der Starts einstellen: Der Radsportweltverband - die UCI - hat beschlossen, dass es demnächst im Mountainbike Worldcup ein Short-Race geben wird. Ob die Neuerung schon in der nächsten Saison 2018 stattfindet, ließ die UCI offen.

Kurz & knapp:

  • Shortrace am Freitagabend
  • Top 16 Startplätze für XC werden ausgefahren
  • Punkte für die Gesamtwertung werden auch im XCC vergeben
  • Rennlänge 20 min / 1-1,5km lange Rundkurse
  • Mehr Preisgeld für Podiumsplätze

XCC: Das neue Shortrace-Format

Schon bald heißt es am Worldcup-Wochenende für die Top-Stars des Cross-Country-Sports eine Doppelbelastung. Die UCI bestätigte in einer Pressemitteilung, dass das neue Rennformat XCC eingeführt wird.

Das Shortrace soll bei jedem XC-Rennen der Saison stattfinden. Der Rundkurs wird 1-1,5 km lang sein und sich hauptsächlich auf dem Track des XCO-Rennens abspielen, vermutlich hauptsächlich auf der Zielgeraden. Die Rennen werden laut UCI um 20 Minuten lang sein und viel Action bieten, die Rundenzeiten sollen sich auf zirka 2-4 Minuten belaufen.

Das Ergebnis des Short-Race-Wettbewerbs hat demnächst Auswirkungen: In der Pressemitteilung wird bestätigt, dass die ersten beiden Startreihen des konventionellen Cross-Country-Rennens ausgefahren werden. Außerdem ist das Freitagabend-Rennen künftig mit der Hälfte der üblichen XC-Gesamtwertungspunkten dotiert. Die Top 16 Fahrer im Worldcup dürften also besonders an einem starken Shortrace-Auftritt interessiert sein.

Was bedeutet das XCC-Format für die Topstars wie Schurter, Kulhavy & Co?

Topsportler, die demnächst im XC-Worldcup vorne dabei sein wollen, müssen für eine gute Positionierung am XCC-Rennen teilnehmen. Zuschauer dürften sich auf deutlich spannendere Rennen freuen können, als bisher. Denn: Im Cross-Country hatte sich zuletzt eine Dominanz von einzelnen Sportlern ergeben. Allein Nino Schurter hatte 2017 alle Worldcups der Saison gewonnen, sowie die Weltmeisterschaft. Weltmeisterschaft verpasst? Hier gibt es alle Fakten und Bilder von der WM in Cairns Der Schweizer muss nun - wie die anderen Biker auch- neben der Taktik auch seinen Trainingsplan umstellen: Die kurzen Rennen fordern andere Leistungsspitzen und mehr Risiko. Ob sich nun die Kräfteverhältnisse verschieben? Fest steht: Sobald das XCC-Format im Worldcup angekommen ist, wird es wieder richtig spannend in der Königsklasse der Mountainbiker. Vielleicht findet das XCC-Format ja schon nächstes Jahr beim Worldcup im deutschen Albstadt statt? Wir sind gespannt!

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Mehr Preisgeld für die Sportler

Ebenfalls neu für 2018: Das Preisgeld steigt in den Elite-Kategorien an. So gibt es demnächst 10.000 Euro für einen Weltmeistertitel. Bisher waren es nur 6000 Euro gewesen. Beim Worldcup gibt es für den Sieger eines Rennens 6500 Euro zu holen.

Bild: 2015 hatte Europameister Florian Vogel für einen vierten Platz beim Worldcup in Albstadt 462 Euro erhalten. Er stellte damals schon in Frage, ob Sportler von solchen Prämien leben können.

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