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7 lange, weit geschnittene Winterhosen für Mountainbiker im Test (2016)

Test: 7 weit geschnittene MTB-Winterhosen

Lange, weit geschnittene Winterhosen sind die lässige Alternative zu engen Windstopper-Bibtights. Doch können sie auch in puncto Isolation mithalten? Wir haben sieben aktuelle Modelle getestet. Vergleichbare Produkte im Test

Mountainbiker, die sich auch im Winter nicht von Temperaturfragen leiten lassen, haben beim Kauf einer geeigneten Winterhose die Qual der Wahl: hauteng und sportlich oder weit und lässig?

Für die racig-eng geschnittenen Bibtights spricht das bereits integrierte Sitzpolster sowie eine Passform, die verhindert, dass der Stoff im Wind flattert oder sich in der Kette verheddert. Die Vorteile der weiten Konkurrenten zeigen sich im Test aber ebenso deutlich, besonders im Mountainbike-Einsatz an frostigen Tagen.

Allrounder für winterliche Bike-Abenteuer

Größter Vorteil der leger geschnittenen Winterhosen ist ihre etwas stärkere Isolation. Denn anders als eng anliegende Bibtights bilden sie zwischen Haut und Hosenstoff ein Luftpolster, das Körperwärme schnell speichert und vom Körper immer wieder „beheizt“ wird.

Dieser Effekt trifft zwar auch auf Tights zu, durch deren direkten Hautkontakt ist das Luftpolster jedoch kleiner. Kalter Fahrtwind wird bei engen Hosen daher schneller an die direkt darunter liegende Haut weitergegeben, während die Kälte bei weiter geschnittenen Hosen eine „Firewall“ aus Körperwärme überwinden muss.

Enge Softshell-Tights sind auf langen Touren daher nur bei Temperaturen bis etwa zehn Grad empfehlenswert. Dies ermittelte die Testcrew im exemplarischen Vergleich mit dem Sieger des Softshell-Bibtights-Tests aus Ausgabe 01/15, der Gore Bike Wear Element Bibtights. Hosen wie die hier getesteten Modelle von Gonso (Gonso Bluff V2), Pearl Izumi (Pearl Izumi Alpine Pant) und die superwarme Vaude Men‘s Qimsa Softshell Pants eignen sich durch starke Isolation hingegen auch für ausgedehnte Bike-Touren um null Grad.

Weiteres Plus: Unterwegs und nach dem Trail-Vergnügen dürfen sich Biker an weiten Winterhosen über diverse Reißverschluss- oder Einschubtaschen freuen, die etwa für Karte und Mini-Tool geeignet sind oder die körpernah frostfreie Aufbewahrung von Energieriegel und Co. erlauben.

Zudem bietet der weitere Schnitt im Kniebereich mehr Bewegungsfreiheit. Auch das Tragen dünner Protektoren ist teils möglich. Kombiniert wird „klassisch“ nach Biker-Art: Lieblings-Bib anziehen, statt einer Baggy die Winterhose drüber. Extrem kalten Temperaturen schlagen Sie mit einer zusätzlich über der Bibshorts getragenen Winter-Unterhose ein Schnippchen.

Praktisch: Aufgrund des fehlenden Sitzpolsters müssen die Testkandidaten nicht nach jeder Tour in die Wäsche befördert werden. So besitzen die langen Winterhosen mehr Talente, als nur eine reine Bike-Hose zu sein.

Was die Skiwander-Hose von Karpos (Karpos Cevedale Pant) und die Winter-Laufhose von Pearl Izumi (Pearl Izumi Alpine Pant) vormachen, klappt auch mit den übrigen Modellen: Wandern, Langlaufen und Biken ist erlaubt.

Biker-Ladys dürfen sich freuen. Der sehr warme, dennoch nicht zu schwitzige und perfekt verarbeitete Testsieger von Vaude, die Vaude Men‘s Qimsa Softshell Pants, ist auch als Damenversion erhältlich. Die stark isolierende, super ausgestattete Gonso Bluff V2 erhält den Kauftipp. Auch dieses Modell ist fast identisch als Pacific für Frauen erhältlich.

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