Neu: BMC Speedfox AMP + erster Test

Foto: Rupert Fowler/Bike Connection Winter

Der Schweizer Hersteller BMC bringt für das Modelljahr 2018 das Speedfox als E-Mountainbike auf den Markt. Wir durften das Bike bereits testen.

Kurz & knapp:

  • Shimano Steps E8000-Motor
  • 29-Zoll Laufräder
  • Carbon-Rahmen
  • Vier Varianten ab 2018 verfügbar
  • Preise ab 5.499 Euro - Topmodell für 13.000 Euro

Antriebssystem: Shimano Steps E8000

Den Vortrieb am BMC Speedfox AMP übernimmt der Shimano Steps E800 Antrieb. Der Motor hat bis zu 70 Nm Drehmoment. Der verbaute 500 Wattstunden-Akku dürfte für einige Höhenmeter Unterstützung reichen. Du willst mehr zum Shimano Steps-Motor wissen? Hier erfährst du alles: Der Shimano Steps E8000 im Test

Alles Neu am BMC Speedfox AMP

Das Speedfox AMP ist von BMC komplett neu entwickelt worden. Der Carbonrahmen wurde speziell um die 29-Zoll-Reifen herum gestaltet. Viel Aufmerksamkeit hat BMC auch dem Heck des neuen Speedfox AMP gewidmet: Der Hinterbau ist mit der BMC-bekannten EPS-Technik konzipiert, die speziell auf E-MTBs ausgelegt ist. Das neue Speedfox soll so in jeder Situation beherrschbar sein - egal ob im steilen Gelände bergauf, bei harten Bremsvorgängen oder im Flow auf dem Trail. Dank neu gestalteter Umlenkpunkte soll der Hinterbau dabei effektiv arbeiten und möglichst wenig Energie im Federweg verpuffen lassen.

Um den Rahmen im Sturzfall zu schützen, verbaut BMC am Speedfox AMP mehrere Rahmencover. Der Akku ist im Rahmen integriert und so vor möglichen Schlägen geschützt - klappern und Geräusche von Motor oder Akku sollen der Vergangenheit angehören, auch wenn es auf dem Trail rabiat zugeht.

Der robuste Rahmen soll gleichwohl leicht gestaltet worden sein. Die Steifigkeitswerte bezeichen die Schweizer als sehr gut, was auch der speziellen Rohrform des Speedfox AMP Rahmen geschuldet sein soll.

Außerdem an Bord des Speedfox AMP ist der moderne Boost-Achsstandard sowie eine Variosattelstütze mit 31,6mm Durchmesser. Die Bremsscheibengröße legt BMC auf 200mm vorne und 200mm hinten fest. Reifen mit bis zu 58mm Breite haben im neuen E-Tourenfully von BMC Platz.

Erster Test: So fährt sich das BMC Speedfox AMP

Foto: Rupert Fowler/Bike Connection Winter

Im italienischen Massa Marittima durften wir als erstes deutsches Magazin das brandneue BMC Speedfox AMP ausprobieren. Auf den knallharten Toskanatrails lagen gleich mehrere Prüfsteine für das neue E-Mountainbike aus der Schweiz bereit.

Im Uphill schiebt der Shimano Steps E-8000 Motor zuverlässig in Richtung Bergspitze. Dass BMC auf extrakurze Kurbelarme setzt, macht sich spätestens beim ersten technischen Anstieg bemerkbar: Im Boost-Modus bezwingt man problemlos jede Steigung ohne in verblockten Passagen mit der Kurbelachse unschön aufzusetzen. Die Sitzposition ist von BMC angenehm mittig gestaltet worden, sodass man auch in steilen Rampen genug Gewicht auf das Hinterrad bekommt – die brachiale Kraft des Steps-Motors gelangt effizient auf den Boden.

Wie schlägt sich das Speedfox AMP im Downhill?

Foto: Rupert Fowler/Bike Connection Winter

E-MOUNTAINBIKE Redakteur Lukas Hoffmann über das BMC Speedfox AMP: „Angenehm unaufgeregt zeigt sich das Speedfox. Nachdem das Fahrwerk korrekt eingestellt ist – was dank Sag-Indikator am Hinterbau wirklich einfach ist – kann man mit der Schweizer Nobelflunder die Trails rocken. Die für ein E-Mountainbike extrem kurzen Kettenstreben fördern den Spieltrieb. Das Bike liegt unheimlich satt auf dem Trail, in Steilstücken dämpft der Hinterbau sehr sahnig auch die heftigsten Stöße ab. In engen Kurven kann das E-Mountainbike zwar nicht sein Gesamtgewicht verstecken, bei schnellen kurvenarmen Abfahrten spürt man das Gewicht aber so gut wie nie. Der wahre Wermutstropfen liegt wohl eher beim Preis- mein durchschnittlich ausgestattetes Modell mit einem Mix aus Shimano XT-Komponenten kostet salzige 7.499 Euro.“

Preise und Verfügbarkeit

Das neue BMC Speedfox AMP wird ab 2018 verfügbar sein. Die Preise für das neue E-Mountainbike beginnen bei salzigen 5.499 Euro. Festhalten: Das Topmodell mit Fullcarbon-Rahmen, Shimano XTR Di2 und Carbonlaufrädern wechselt für stolze 13.000 Euro den Besitzer. Dazwischen liegen die Modelle One (9.499 Euro) und Two (von uns bereits getestet!) für stolze 7.499 Euro.

Mehr zu E-Mountainbikes für 2018: