Kein Risiko: Biken in der Schwangerschaft.

Nach der ersten Schwangerschaft klagen viele Frauen über zehn Kilo Übergewicht. „Sicher ist, dass viele Frauen in der Schwangerschaft, auch weil sie falsch informiert sind, auf sportliche Aktivitäten verzichten und sich schonen“, sagt der Gynäkologe Dr. Anton Fechtig. Dabei schließen sich Schwangerschaft und Sport – auch Mountain­biken, möglichst auf einen Fully – alles andere als aus. Vorsicht ist allerdings in den ersten drei Monaten geboten, weil in dieser Zeit das Risiko einer Fehlgeburt am höchsten ist.
„Es spricht sogar vieles dafür, sich gezielt fit zu halten“, so Dr. Fechtig. „Sport unterstützt den beanspruchten Skelettapparat, kann die häufigen Rückenschmerzen reduzieren und kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel an.“ Das hilft oft bei Übelkeit und Schwindel. Radfahren oder auch Schwimmen beugt Thrombosen und Krampfadern vor und reduziert die schwangerschaftstypischen Wassereinlagerungen im Gewebe. Das Training verbessert auch die Sauerstoffversorgung des Körpers – und damit die Versorgung des Kindes. Zudem kann körperliche Aktivität sogar dem bei wenigen Müttern auftretenden Schwangerschaftszucker entgegenwirken.
MB-Autorin Bianca Killmann weiß aus eigener Erfahrung, dass gemäßigtes Biken sich hervorragend mit einer Schwangerschaft verträgt. Ihre Tipps: Sturzrisiko und allzu ruppige Pisten vermeiden und den Puls nicht über 130 treiben. Damit fuhr Bianca bis in den fünften Monat Fully. Danach wechselte sie auf einen bequemen ­Beachcruiser – und blieb weiter aktiv. Allerdings mit einer Einschränkung: „Ich musste versprechen, nicht mit dem Rad zur Entbindung zu fahren.“