Neues Superenduro: Santa Cruz Megatower

Santa Cruz Megatower CC X01 29 Coil
Foto: Gery Perkin Santa Cruz

Das Santa Cruz Nomad bekommt mit dem Megatower einen großen Bruder. Mit ultraflacher Front, mächtig Federweg und 29" Reifen ist das Enduro für den wilden Ritt durch ruppiges Gelände gemacht.

Das Santa Cruz Megatower auf einen Blick

  • Mächtiges Enduro mit abfahrtslastiger Geometrie
  • Rahmen aus Voll-Carbon in zwei Güteklassen
  • In fünf Größen (S–XXL) erhältlich, ausschließlich mit 29"-Rädern
  • 160 mm Federweg vorne und hinten
  • Sieben Modelle von 3.499 Euro bis 11.099 Euro ab sofort erhältlich

Zwischen Enduro und Freerider

Den Platz als 29"-Enduro nahm bei Santa Cruz bisher das Hightower LT ein. Mit seinen 150 mm Federweg hat es zwar nur 10 mm weniger Hub als das Megatower, wirkt mit seiner eher gemäßigten Geometrie aber wie ein All-Mountain. Das Megatower erinnert mit seiner 65° flachen Front, dem langen Radstand und dem mächtigen Fahrwerk fast schon an einen Freerider - wie das mit 27,5" bereifte Santa Cruz Nomad.

In der Tat sind Santa Cruz Megatower und Nomad wie Geschwister. Gemacht für den Einsatz bei Highspeed in hartem ruppigem Gelände. Mächtig schluckfreudig, spurtreu und fahrsicher. Wer nicht nur seine Hometrails abreißt, sondern gerne mal über Bikepark-Strecken ballert, findet im Megatower sicher einen guten Sparingspartner.

Nomad und Megatower besetzen das Enduro-Segment im abfahrtslastigen Bereich, während Bronson (27,5") und Hightower LT (29") schon in Richtung All-Mountain driften. Das ist die von Santa Cruz bewusst gewählte Strategie. Das bedeutet auch, dass das Hightower LT noch weiter verkauft wird und nie ganz aus dem Portfolio der Kalifornier verschwinden wird.

Geo, Hub und Fahrwerk: die Fakten zum Megatower

Während die Konkurrenz die Federwege ihrer Enduros oft auf 170 mm aufstockt, hält sich Santa Cruz beim Megatower noch zurück. 160 mm an Front und Heck sind typisch für ein klassisches Enduro. Der Hub paart sich aber mit dem souveränen Überollverhalten der 29" Reifen und einer Geometrie die abfahrtslastiger kaum sein könnte: Der Lenkwinkel ist mit maximal 65° ultraflach, Radstand und Reach lang, die Kettenstrebe wiederum kurz. Viel Laufruhe und Spurtreu sind damit garantiert.

Wer möchte, kann die Geometrie noch etwas mehr in Richtung Downhill-Spaß trimmen und per Flip-Chip Dämpferaufnahme das Bike um 3,5 mm Absenken. Damit flacht sich der Lenkwinkel gleich mit auf 64,7° ab. Per zweitem Flip Chip am Ausfallende lässt sich die Länge der Kettenstrebe einstellen - 435 mm bis 445 mm. Ein Feature, das besonders bei großen Rahmengrößen wichtig wird. Eine kurze Kettenstrebe garantiert hier zwar Agilität, lässt das Bike aber bisweilen schlecht ausblanciert erscheinen. Bergauf kann dadurch die Front schnell steigen.

Der Dämpfer wandert nach unten

Typsich für Santa Cruz ist der VPP Heck, bei dem sich der Hinterbau beim Einfedern um einen virtuellen Drehpunkt dreht. Mit der Einführung des Nomad 4 vor zwei Jahren hat Santa Cruz den Dämpfer auch an seinen Trailbikes nach unten verlegt und somit den Hinterbau des Downhillers V10 adaptiert. Davon versprechen sich die Bauer eine progressivere Federkennlinie, dank der das Bike harte Schläge souveräner abfangen kann. Gleichzeitig arbeitet ein VPP-Hinterbau aber auch bei kleinen Unebenheiten sehr sensibel.

Angeblich soll die Kennlinie mit Luft-Dämpfer und Stahlfeder-Dämpfer gleichermaßen gut funktionieren. Weshalb Santa Cruz sechs von sieben Modellen mit Coil- oder Airshock anbietet.

Modelle und Ausstattung: Santa Cruz Megatower

Sieben Megatower Modelle, sechs davon in Varianten mit Luft- oder Stahlfederdämpfer verkauft Santa Cruz ab sofort. Die Preisspanne reicht von 3499 Euro (Rahmenkit) bis 11.099 Euro für das Topmodell mit XX1 Eagle AXS. Den Einstieg für ein Komplettrad markiert das Megatower R für 4.799 Euro.