Neues Super-Enduro von YT Industries. Das Capra kommt jetzt in 27,5" und 29"

Foto: Daniel Roos

Das neue Capra von YT ist da. Und diesmal ist das Enduro nicht nur als 27,5 Zoll Bike, sondern auch als 29er zu haben. Außerdem hat sich YT eine Lösung für die heiß diskutierte Frage der perfekten Geometrie einfallen lassen.

Foto: YT Industries
Das YT Capra 29 in der Top-Version CF Pro Race für 5199 Euro.

Kurz & Knapp:

  • Neues Enduro-Bike von YT
  • 27,5 Zoll oder 29 Zoll. Zwei eigenständige Varianten
  • Neues Geometrie-Konzept Tailor Made
  • 4 Größen bei 29", 5 Größen bei 27,5"
  • Zwischen 180 und 160 mm Federweg, je nach Variante und Modell
  • Carbon und Alu-Modelle erhältlich
  • 5 Modelle zwischen 2500 und 5200 Euro
  • Ausführlicher Fahrbericht - 29er und 27,5"
Foto: Johan Hjord YT Markus Flossmann

Alles über das neue YT Capra

YT Industries hat sich einen Namen unter den Bike-Manufakturen gemacht. Designt und konstruiert in Forchheim bei Nürnberg und getestet unter härtesten Bedingungen mit Profi-Bikern aus aller Welt, wie dem Downhill-Champ Aaron Gwin (USA), dem Enduro-Racer Bryan Regnier (FRA) oder dem Süd Afrikaner Johann Potgieter (SFA). Geschäftsführer und Gründer Markus Flossmann ist mit YT technologisch und vor allem in Sachen Marken-Image ganz oben angekommen im Bikes-Business. Dabei startete YT Industries (YT steht für Young Talent) erst vor 10 Jahren als Versender-Marke mit einer kleinen Auswahl an Gravity-Bikes im Low-Price-Segment.

Jetzt stellt YT das Enduro-Bike Capra neu vor. Vor vier Jahren präsentierte YT das potente Enduro mit den Downhill-Genen zum ersten Mal. Nun ist es an der Zeit für die erste Neuauflage. Abfahrts-Performance par excellence soll es bieten. Und um wirklich allen Nachfragen zum Thema Laufradgrößen sowie Geometrien gerecht zu werden, hirnten die YT-Entwickler um Stefan Willared eine Vielzahl an Wahlmöglichkeiten aus.

Das neue Capra wird es zum einen in einer eigenständigen 29er-Version sowie einer 27,5-Zoll-Variante geben und zudem kann der Kunde aus einer Vielzahl an Rahmengrößen wählen. Denn Fahrer für die bisher nur Rahmen in Größe L in Frage kamen, sollen nun auch die Möglichkeit haben XL, XXL oder gar M zu fahren. Je nach Vorliebe und Körpergröße stehen also unterschiedliche Geometrien zur Auswahl. Doch wie funktioniert das genau?

Eigentlich ganz simple: Wer sich schon für ein Laufradmaß entschieden hat, dem bleibt also noch die Wahl der richtigen Geometrie. Das sogenannte YT-Tailor-Made-Konzept (Tailor Made = maßgeschneidert) soll dem Kunden bis zu drei Rahmengrößen zur Auswahl anbieten. Will der Endurist einen langen Reach, kann er eine Nummer Größer wählen, will er einen moderaten, bleibt er bei seiner bisherigen Rahmengröße, soll es verspielt sein, kann er ggf. sogar eine Nummer kleiner Auswählen. Der Clou ist, dass die Sattelrohre nur unwesentliche Größenunterschiede aufweisen und die Differenz mit der ohnehin langen Vario-Sattelstütze ausgeglichen werden kann. Ganz neu ist diese Art der Geometrie nicht. Auch Liteville arbeitet mit sehr kurzen Sitzrohrlängen.

Natürlich wächst auch das Steuerrohr mit der Größe mit, aber auch hier geht YT nur in kleinen 10 mm Schritten vor, so dass einem L-Fahrer das XL nicht zu groß vorkommen dürfte.

Ob langer oder kurzer Reach ist seblsverständlich Geschmacksache. YT selbst gibt folgende Empfehlungen dazu ab:

"Als versierter Fahrer kannst du mit einem großen Reach die Lastverteilung präziser auf die Fahrsituation anpassen. Das kommt dir bei steilen Uphills, die das Vorderrad zum Steigen provozieren, genauso zu Gute, wie bei schnellen Downhills, die eine zentrierte Lastverteilung verlangen. Mit dem Standard-Reach hat dein Bike dagegen mehr Pop: Gut für Fahrer, die mit Vorliebe auf Trails unterwegs sind, die verspielt und mit viel Flow genommen werden wollen."

Foto: Johan Hjord YT Stefan Willared
CTO Stefan Willared ist der zweite Mann hinter der Marke YT und ist als technischer Direktor für die Bikes verantwortlich.

Auch die Hinterbaulängen variieren je nach Größe und Laufrad

Eine weitere Geomtrie-Feinheit am neuen Capra sind die "mitwachsenden" Hinterbaulängen. Damit will YT gewährleisten das der Fahrer immer ein möglichst ausbalanciertes Bike bekommt. Natürlich variieren die längen auch zwischen 29 Zoll und 27,5 Zoll. Das Capra 27 in den Größen S, M und L hat mit 427 mm den kürzesten Hinterbau von allen Bikes, die Größen XL und XXL vom Capra 27 kommen mit 432 mm langem Heck. Am Capra 29 ist die Maßgebung folgende: In den Größen XL und XXL sind die Kettenstreben 440 mm lang, in den Größen L und M 435 mm. Die Größe S wird beim Capra 29 nicht angeboten.

Was in Summe ziemlich kompliziert klingt, ist eigentlich nur die konsequent. Der Kunde hat nicht nur die Wahl zwischen 27,5" und 29", sondern auch zwischen einem langen und laufruhigen Bike oder einem kurzen und verspielten.

Federweg von 160 und 180 mm am neuen Capra

Die Vielzahl an Möglichkeiten setzt sich auch bei den Federwegen fort. Diese variieren nämlich je nach Modell und Laufradgröße. Besitzt das 29er-Top-Modell des Capra 170 mm Hub, kommt das Capra 27 CF Pro Race mit 180 mm vorne wie hinten. Der kleinere Laufraddurchmesser erlaubt logischerweise etwas mehr Spielraum für mehr Federweg. Wie auch schon vom YT-Allmountain Jeffsy bekannt, spendiert YT den Top-Modellen immer etwas mehr Federweg - genau gesagt sind es 10 mm. Für alle weiteren Capra-Modelle heißt das: Die 27,5er-Modelle sind mit 170 mm ausgestattet, die 29er mit 160 mm. Wer also das Maximum an Hub will, muss tiefer in die Tasche greifen.

Ein weiterer, wenn auch marginaler Unterschied ist, dass das Capra 29 einen Flip-Chip in der Wippe bietet, über den die Geometrie leicht angepasst werden kann. Darüber kann der Lenk- und Sitzwinkel um 0,5 Grad verstellt werden.

Preise und Modelle

Zwischen 2499 und 5199 Euro werden die neuen Capra-Bikes kosten und sind ab sofort im Onlineshop der Versendermarke erhältlich.

Die 27,5 Zoll Modelle auf einen Blick:

  • YT Capra 27 CF Pro Race 5199 Euro
  • YT Capra 27 CF Pro 4299 Euro
  • YT Capra 27 CF 3699 Euro
  • YT Capra 27 AL Comp 2999 Euro
  • YT Capra 27 AL 2499 Euro

Die 29 Zoll Modelle auf einen Blick:

  • YT Capra 29 CF Pro Race 5199 Euro
  • YT Capra 29 CF Pro 4299 Euro
  • YT Capra 29 CF 3699 Euro
  • YT Capra 29 AL Comp 2999 Euro
  • YT Capra 29 AL 2499 Euro
Foto: Johan Hjord
Am Top-Modell und dem darunter kommt der potente Fox Float X2 Dämpfer zum Einsatz.

Das Fahrwerk - 160, 170 und 180 mm Federweg

Wie bereits erwähnt, ist das neue Capra je nach Laufradgröße und Modell mit Federwegen zwischen 160 und 180 mm versehen. Die Federgabel bietet jeweils passend dazu den gleichen Hub. Am Hinterbau werden je nach Modell drei verschiedene Dämpfer eingesetzt. Die Highend Bikes bekommen den Fox Float X2 mit vielen Einstellmöglichkeiten, wie Rebound-Low- und -High-Speed-Dämpfung und Compression-Low- und -High-Speed-Dämpfung. Alle weiteren Modelle werden mit Rock-Shox-Super-Deluxe-Dämpfer ausgeliefert, einzige Ausnahme: Das Capra 29 CF Pro kommt mit dem Fox DPX2.

Natürlich verleihen die unterschiedlichen Dämpfer der Hinterbau-Charakteristik ihre eigene Note. YT beschreibt die Hinterbau-Kinematik generell jedoch so, dass der sogenannte Vitual-4-Link-Hinterbau ein geringes Übersetzungsverhältnis bietet, wie aus dem Downhill-Sport bekannt. Das heißt, es kommen Dämpfer mit langem Hub zum Einsatz. Beim Topmodell Capra 27 bietet der 250 mm lange Fox Float X2 75 mm Hub. Bei 180 mm Federweg ergibt das ein Übersetzungsverhältnis von durchschnittlich 2,4 zu 1. Viele Hersteller setzen auf Übersetzungen von über 3 zu 1. Umso höher das Übersetzungsverhältnis am Hinterbau, desto größer ist der Stress für den Dämpfer und die Dämpfung. Hier schöpft YT aus der Erfahrung aus dem Gravity-Sport und setzt durchweg auf langhubige Dämpfer. Doch ein Enduro muss auch bergauf möglichst wippfrei funktionieren. Dazu modulierte YT die Kennlinie so, dass sich das Fahrwerk bergauf effizient verhalten soll. Bergab soll es extrem sensibel ansprechen, einen stabilen mittleren Federweg bieten und ein satte Endprogression, die im Vergleich zum Vorgänger jedoch leicht vermindert wurde.

Alu- und Carbon-Modelle zur Auswahl

Foto: Johan Hjord
Neben Carbon steht auch Alu als Rahmenmaterial zur Auswahl.

Ob Alu- oder Carbon ist auch bei YT eine Frage des Geldbeutels. Drei der je fünf Modelle kommen mit Carbon-Rahmen, die beiden preiswerten erhalten einen hochwertig gefertigten Alu-Frame. Im Vergleich zum Vorgänger soll der Carbon-Rahmen satte 250 g leichter sein und nur 2500 g ohne Dämpfer wiegen. Der dreifach konifizierte, hydro-geformt Alu-Rahmen soll 3 kg ohne Dämpfer auf die Waage bringen. An beiden Varianten sind die Züge und Bremsleitungen innen verlegt. Die Hinterbauten an allen Carbon-Bikes sind aus Carbon.

Der einzelne Rahmen wird zum Kauf jedoch nicht angeboten. Die Aufbauten sollen zwischen 13,2 kg (Capra 27 CF Pro Race) und 14,4 kg (Capra 29 AL) wiegen.

Der stabile Carbon-Rahmen soll sogar für Doppelbrücken-Gabeln zugelassen sein, bleibt zu vermuten, dass Downhill-Star Aaron Gwin in der Saison 2018 auf einem Capra 29 im Renneinsatz gesichtet wird.

Besonderheiten der Ausstattung

Foto: Johan Hjord

YT setzt am neuen Capra auf Fox-Federelemente an den Top-Modellen Capra CF Pro Race und Capra CF Pro. Alle weiteren kommen mit Rock-Shox-Fahrwerk. Generell wirken die Bikes sehr durchdacht in Sachen Ausstattung. Parts, die man sofort abschrauben möchte, um sie gegen bessere zu tauschen, sucht man vergebens. Die beiden Top-Modelle Capra Pro Race kommen mit schicken Renthal-Vorbau-Lenker-Einheiten, alle weiteren sind mit Race-Face-Parts bestückt. Auf eine Marke setzt YT am neuen Capra besonders stark: Von E*thirteen kommen Kurbel, Kassette, Vario-Sattelstütze und Laufräder sowie Reifen (zumindest an den Highend-Versionen) zum Einsatz. Die E*thirteen-Reifen konnten im Fahrtest genauso überzeugen wie die Maxxis-Reifen, die an den preiswerteren Modellen verbaut sind.

11fach- statt 12fach-Schaltung am neuen Capra

Während mittlerweile an vielen Bikes 12-fach-Schaltungen von Sram verbaut werden, bleibt YT bei 11-fach und setzt auf die E*thirteen-Kassette mit 9 - 46 Ritzeln. Durch den Einsatz des kleinen 9er Ritzels ergibt sich eine sehr große Bandbreite. 511 % stehen dem Biker zur Verfügung und sollen ausreichen, um bergauf einen leichtgängigen Gang zu haben und bergab einen möglichst schweren. Die Bandbreite ist sogar höher als bei 12-fach-Schaltungen, die 500 % bieten. Der Nachteil der E*thirteen Lösung sind jedoch größere Gangsprünge. Wen das nicht weiter stört, dem dürften auch am neuen Capra-Enduro nie die Gänge ausgehen.

Fahrvergleich: 29er gegen 27,5" Capra CF Pro Race

Foto: Daniel Roos/Johan Hjord

Die Theorie hört sich oft schön an, am Ende zählt jedoch, was das Bike auf dem Trail kann. Testredakteur Chris Pauls hatte vorab die Möglichkeit das Capra in beiden Laufradgrößen ausgiebig zu testen. Das Testrevier in den Sintra Bergen oberhalb von Lissabon bietet einige gute, gebaute Trails mit schnelle Kurven, Sprüngen, Steilabfahrten und verblocken Sektionen. Ideal um ein Bike dieses Kalibers mal genauer unter die Lupe zu nehmen. "Normalerweise fahre ich - 188 cm groß und eher kurzer Oberkörper - immer Bikes der Größe L. Doch mittlerweile wähle ich gerne Bikes mit längerem Reach". Also testete Pauls das Capra in Größe XL.

Zuerst war das Capra 27,5 CF Pro Race an der Reihe, welches in XL einen Reach von 475 mm bietet. Beim komplizierten Setup des Fox-Float-X2-Dämpfers half der erfahrene DH-Racer und YT-Teamfahrer Erik Irmisch. Mit ein paar gezielten Drehs mit den Inbusschlüsseln stellte er die Low/High-Speed-Dämpfung des Fox-Federbeins perfekt ein. Schon beim ersten Aufsitzen fühlt man sich auf dem Capra wie zu Hause. Die Sitzposition passt perfekt, Kontaktpunkte wie Lenker und Sattel vermitteln einen sehr wertigen Eindruck.

Auf einer kleinen Trail-Runde zum Warmfahren wirkt das Capra auf Anhieb vertraut. Eher wie ein Trailbike, das einem einfach etwas mehr Reserven bietet. Ob bergauf, im Wiegetritt oder auf flachem Trail - der Hinterbau, in Kombination mit der sportlichen Sitzposition, machen das Capra zu einem sehr effektiven Kletterer. Die 11 Gänge der E*Thirteen-Schaltung reichen tatsächlich aus - ob sie so harmonisch schaltet wie eine Sram- oder Shimano-Schaltung, ist ohne direkten Vergleich aber nur schwer zu beurteilen. Einziges Manko bergauf: Die klebrigen E*thirteen-Reifen hemmen den Vortrieb spürbar. Doch bei einem Enduro mit 180 mm Federweg sollten die Reifen ohnehin eher Grip bieten und nicht auf geringen Rollwiderstand ausgelegt sein.

Also ab in den Downhill. Auf dem kurzen, schnellen und teils steilen Parcours verhielt sich das Capra äußerst souverän. Wendig lässt es sich in jede noch so enge Kurve drücken. Selbst bei Highspeed fühlt man sich immer als Herr der Lage. Die Reifen halten ihr Grip-Versprechen und geben einem auch auf nassem Untergrund ein sicheres Gefühl. Doch es ist der Hinterbau der einem im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch rettet. Umso schneller die Schlagabfolge, desto ruhiger liegt das Heck. Hier haben die Konstrukteure gute Arbeit geleistet. Der Fox-Float-X2-Dämpfer ist hungrig nach dicken Schlägen, fühlt sich aber auch bei kleineren Unebenheiten sensibel an. Zudem hat man immer das Gefühl, es seien noch Reserven vorhanden.

Das 29er im Fahrbericht

Am nächsten Tag ist das Capra 29 CF Pro Race an der Reihe. Gleiche Größe, gleicher Aufbau. Doch Laufradgröße, Geometrie und Federweg weichen vom Capra 27 CF Pro Race ab. 480 mm Reach und 440 mm langer Hinterbau kombiniert mit 29er Bereifung, das spürt man sofort. Man hat eine riesen Bike unter sich. Die Umstellung vom 27,5" Capra ist krass. Zwar pedaliert es fast genauso gut bergauf, doch auf der gleichen Downhill-Strecke fühlt sich das 29er einfach nicht nach dem Spaßbike an, wie das 27,5er am Vortag.

Nächster Run, gleiche Strecke. Das große 29er lässt sich nicht so fein durch Kurven dirigieren. Will man Fehler korrigieren, braucht man gefühlt mehr Krafteinsatz, als beim 27,5" Bike. Dazu kommt, dass die rotierende Masse der 29er Laufräder dafür sorgt, dass das Capra in steilen Passagen extrem schnell beschleunigt. Für Downhill-Racer mag das ein klarer Vorteil sein, für normale Biker kann das aber zu hektischen Angstbremsern führen. "Ich selbst bin bekennender 29er-Fan, doch nach den ersten Abfahrten dachte ich schlichtweg, das ist zu viel Bike für mich", so Pauls.

Doch der Funke springt noch über. Nach einem Location-Wechsel auf einen Trail, der viele verblockte Passagen beinhaltet und eher flach bzw. leicht abschüssig ins Tal führt, kommen die Wahren Vorzüge des 29ers zum Vorschein. Lange Geraden kann man relaxt im Highspeed-Modus fahren, das satte Fahrwerk, übrigens (fast) genauso Potent wie das des 27,5er Capra, bügelt alles weg, und die großen Wheels hoppeln über die fast Hinkelstein-großen-Felsen leichtfüßig hinweg. So stellt man sich den perfekten Einsatzbereich für ein 29er vor.

Fazit: 29" oder 27,5" - welches ist das bessere Bike

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Jedes Bike hat seine Vorzüge. Je nach Trail und Einsatzbereich ist das eine oder das andere im Vorteil. In verblockten Passagen sind die 29er Laufräder die bessere Wahl. Zu steil sollte es dann aber nicht zu gehen, denn dann könnte das große Hinterrad schon mal das Hinterteil des Fahrers touchieren. Downhill- und Enduro-Racer sind mit dem 29er sicher gut beraten, denn mit der richtigen Radbeherrschung kann man mit dem 29er immer einen Tick schneller unterwegs sein. Das Capra 27 ist hingegen, auch wegen des kürzeren Hinterbau, ein verspielter Kamerad mit satten Federwegsreserven. Es lässt sich einfacher Korrigieren und manövriert spielerischer durch schnelle Kurvenwechsel. "Für mich wäre in dieser Federwegs-Kategorie das Capra 27 die bessere Wahl, denn auf Sekunden kommt es mir hier nicht an, sondern eher um das Gefühl mit dem Bike in Bikepark und im Alpinen-Gelände einfach Spaß zu haben. Das Capra 27 würde ich in XL wählen, während ich das Capra 29 wohl in der Größe L ordern würde", so das Fazit von Tester Pauls.