8 Fahrradträger für die Anhängerkupplung im Test (2017)

Test: 8 Radträger für die Anhängerkupplung

MOUNTAINBIKE 0817 Radträger Test Teaser
Foto: Arturo Rivas

Wenn der Kofferraum voll mit Gepäck ist, müssen die Räder außen transportiert werden. Kupplungsfahrradträger sind in Sachen Luftwiderstand und Montage dabei das Maß der Dinge, wie unser aufwendiger Test beweist. Vergleichbare Produkte im Test

Von uns getestet: 8 Radträger für die Anhängerkupplung

  • Kupplungsträger erzeugen durch ihren Sitz hinter der Heckklappe weniger Luftwiderstand und damit weniger Spritverbrauch als andere Trägegerarten, wie z.B. Dachträger
  • Vor allem für schwere E-MTBs sind sie die einzige Trägerform, die wirklich in Frage kommt
  • Wichtig: Radträger müssen die Bikes sich transportieren, sollten einfach zu montieren sein und sich auch für Räder mit langen Radständen und breiten Reifen eignen

Das Testfeld im Überblick

Hersteller und Modell / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Atera Strada Vario 2 (2017) 509 Euro Sehr gut
Eufab Poker-F (2017) 320 Euro Befriedigend
MFT Easymount 2 (2017) 399 Euro Befriedigend
Thule Easyfold XT 2 (2017) 699 Euro Überragend
Twinny Load E-Wing (2017) 363 Euro Gut
Uebler X21 S (DC) (2017) 562 Euro Überragend
Westfalia Bikelander (2017) 519 Euro Sehr gut
XLC Azura Xtra (2017) 479 Euro Schwach

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Mit ihren ständigen Innovationssprüngen stellt die Bikeindustrie nicht nur ihre Kunden auf die Probe, sondern auch die Zubehörlieferanten. Eines der besten Beispiele sind die Hersteller von Fahrradträgern, die in den letzten Jahren vor einige Herausforderungen gestellt wurden. Nur einige Beispiele: 29er mit langen Radständen, Plus-Reifen und E-MTBs haben die Anforderungen an die Fahrradträger verändert.

Höchste Zeit für einen großen Test. Wir haben acht klappbare Kupplungsträger einem aufwendigen Praxistest (siehe "So haben wir die Radträger getestet" weiter unten auf dieser Seite) unterzogen.

Test Radträger: Kupplungsträger am praktischsten

Klappbare Radträger für die Anhängekupplung haben wir aus mehreren Gründen gewählt. Zum einen sind sie die praktischsten Fahrradtransportmittel. Zudem erzeugen die Bikes hinter der Heckklappe weniger Luftwiderstand und damit weniger zusätzlichen Spritverbrauch als auf anderen Fahrradträgern. Außerdem sind sie die einzigen Transportplattformen, die für E-MTBs wirklich in Frage kommen. Schließlich möchte niemand die 22-Kilo-Brummer auf den Dachträger seines Autos wuchten.

Folglich fuhren die Tester auch mit voller Beladung – sprich mit zwei E-MTBs – auf die Teststrecken. Träger, die dieser Last standhalten, schaffen auch herkömmliche Mountainbikes. Obwohl wir mit über 40 Kilo Beladung immer noch deutlich unter der zulässigen Höchstladung aller Produkte lagen, sind drei Teilnehmer am Dreikampf Vollbremsung, Ausweichen und Slalomfahrt gescheitert. Für E-MTBler ist der Kauf solcher Produkte nicht empfehlenswert, alle anderen Biker sollten es zumindest überdenken.

Die Hersteller von Radträgern halten mit der innovationsdurstigen Bike-Industrie auch an anderen Punkten nicht ganz Schritt. Westfalia baut zum Beispiel mit dem Westfalia Bikelander einen soliden Träger, der für den Radstand vieler moderner Bikes zu kurz ist. Andere Hersteller montieren Schienen, die nicht breit genug für Plus-Reifen sind und manchmal nicht einmal 2,4" breite Reifen umfassen.

Trotzdem sitzen die Bikes auf den meisten Trägern bombenfest. Das spricht für die Spannmechanismen. Gerade bei hochwertigeren Produkten funktionieren sie einwandfrei, sind mittlerweile sogar so gut gummiert, dass sie Carbon-Rahmen schonen.

So haben wir die Radträger getestet

Teststrecke: Fahrradträger kommen dort zum Einsatz, wo Biker gewöhnlich nicht unterwegs sind – auf der Straße. Deshalb sind wir mit den Trägern, zwei E-MTBs und einem Mountainbike zu den Teststrecken unseres Schwestermagazins auto motor und sport gefahren.

In Lahr simulierte der Testfahrer der auto motor und sport eine Vollbremsung aus 130 km/h, einen doppelten Spurwechsel wie beim Überholen und eine Slalomfahrt. Auf der Bosch-Teststrecke in Boxberg stand die Schlechtwegefahrt mit 40 km/h auf dem Programm. Die Träger waren jeweils mit zwei E-MTBs beladen, um die Eigenschaften bei voller Auslastung zu testen.

Handhabung: Wir prüften, ob die Kupplungsträger einfach zu montieren sind und wie leicht sich die Bikes laden lassen. Unter dem Punkt Flexibilität haben wir ausprobiert, ob die Träger auch lange Radstände und halbfette Plus-Reifen aufnehmen.

Punktevergabe und Benotung

Maximal 100 Punkte konnten die Träger im aufwendigen Praxistest erzielen.

Foto: MOUNTAINBIKE
Punktevergabe und Benotung der Radträger (für Großansicht auf die Grafik klicken)